Illustration: Sirene und Handy mit Warnmeldung

Einmal im Jahr heulen in ganz Deutschland die Sirenen und alle Handys schlagen gleichzeitig Alarm – zur Probe. Beim Bundesweiten Warntag wird geprüft, ob die Warnsysteme funktionieren. Gleichzeitig soll jeder wissen, wie eine Warnung klingt und was dann zu tun ist.

Wann ist Warntag?

2. Donnerstag im SeptemberDer Warntag findet jedes Jahr statt. Der nächste ist am 9. September 2027.
11:00 UhrProbewarnung über alle angeschlossenen Warnkanäle
11:45 UhrEntwarnung – seit 2026 auch per Handy-Nachricht

Auf welchen Wegen wird gewarnt?

  • Handy (Cell Broadcast): Die Warnung erscheint mit einem lauten Signalton direkt auf dem Bildschirm – ganz ohne App.
  • Warn-Apps wie NINA: Push-Meldung für die Orte, die Sie in der App abonniert haben.
  • Sirenen: Auch Zerbst/Anhalt hat eigene Sirenen im Stadtgebiet. Sie warnen Sie bei Gefahr – auch dann, wenn Handy oder Radio gerade nicht in der Nähe sind. Am Warntag heulen sie selbstverständlich mit.
  • Radio und Fernsehen unterbrechen ihr Programm und geben die Warnung weiter.
  • Digitale Anzeigetafeln in Städten, Bahnhöfen und an Haltestellen.
  • Lautsprecherwagen von Feuerwehr, Polizei oder Ordnungsamt, zum Beispiel bei Evakuierungen.

Sirenensignale kennen

Damit Sie im Ernstfall richtig reagieren, sollten Sie die Signale der Zerbster Sirenen kennen:

Warnung

  • auf- und abschwellender Heulton, eine Minute lang
  • Bedeutung: Es besteht eine Gefahr – informieren Sie sich sofort.

Entwarnung

  • gleichbleibender Dauerton, eine Minute lang
  • Bedeutung: Die Gefahr ist vorbei.

Die Sirenen in Zerbst/Anhalt

  • Nur für den Bevölkerungsschutz: Unsere Sirenen warnen ausschließlich die Bevölkerung. Zu Einsätzen der Feuerwehr werden sie nicht ausgelöst – die Einsatzkräfte werden auf anderem Weg alarmiert.
  • Monatlicher Probelauf: An jedem ersten Samstag im Monat um 9 Uhr werden die Sirenen kurz getestet. Der nächste Probelauf ist am ersten Samstag im Monat. Hören Sie die Sirene zu dieser Zeit, besteht keine Gefahr.
  • Bundesweiter Warntag: Die Zerbster Sirenen sind jedes Jahr mit dabei.

Was tun bei einer echten Warnung?

  1. Ruhe bewahrenLesen Sie die Warnung genau – sie enthält meist schon Handlungsempfehlungen.
  2. InformierenRadio einschalten, Warn-App oder warnung.bund.de prüfen und auf Durchsagen achten.
  3. Schutz suchenGehen Sie in ein Gebäude, schließen Sie Fenster und Türen und folgen Sie den Anweisungen der Behörden.
  4. Andere informierenGeben Sie die Warnung an Nachbarn weiter, besonders an ältere Menschen und alle, die sie vielleicht nicht mitbekommen haben.

So sind Sie vorbereitet

  • Installieren Sie eine Warn-App wie NINA und abonnieren Sie Ihren Wohnort.
  • Prüfen Sie in den Handy-Einstellungen, ob Notfallwarnungen eingeschaltet sind. Je nach Gerät finden Sie sie unter „Mitteilungen“, „Sicherheit“ oder „Notfallbenachrichtigungen“. Halten Sie das Betriebssystem aktuell – ältere Handys empfangen Cell Broadcast unter Umständen nicht.
  • Die Entwarnung kommt als Gefahreninformation, die niedrigste Warnstufe. Wer diese Stufe ausgeschaltet hat, bekommt die Entwarnung nicht aufs Handy.
  • Halten Sie ein Radio mit Batterie oder Kurbel bereit – es funktioniert auch, wenn Strom und Handynetz ausfallen.

Wie Sie mit Vorräten und Notgepäck für den Ernstfall vorsorgen, lesen Sie unter Vorsorge für den Notfall.

Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Bundesregierung