Bei fast jedem Brand geht es nicht ohne: Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger dringen in verrauchte Gebäude vor, retten Menschen und bekämpfen das Feuer direkt am Brandherd. Dafür braucht es eine gute Ausbildung, Fitness – und volles Vertrauen in die eigene Ausrüstung.

Auf einen Blick
Ziel Mit umluftunabhängigem Atemschutz sicher im Innenangriff arbeiten können
Dauer mindestens 25 Stunden
Voraussetzung mindestens 18 Jahre, abgeschlossene Truppmannausbildung Teil 1, Sprechfunker-Lehrgang und eine ärztliche Eignungsuntersuchung für Atemschutzgeräteträger (G 26.3)
Wo Kreisausbildung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Praxis in der Atemschutzübungsanlage im FTZ Bitterfeld
Abschluss Leistungsnachweis
Grundlage FwDV 7 „Atemschutz“ und FwDV 2 „Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren“

Was lernt man?

Atmung und TauglichkeitWie die Atmung funktioniert und warum Atemschutz so belastend ist
AtemgifteWelche Gefahren im Brandrauch stecken und warum Filter im Innenangriff nicht reichen
EinsatzgrundsätzeAtemschutzüberwachung, Sicherheitstrupp und das Verhalten im Notfall
GeräteeinsatzAnlegen, Prüfen und Arbeiten mit dem Pressluftatmer – der größte Teil des Lehrgangs
Arbeiten unter BelastungÜbungen in der Atemschutzübungsanlage und unter realistischen Einsatzbedingungen

Unsere Ausrüstung

  • Pressluftatmer MSA M1: Das Gerät versorgt den Träger unabhängig von der Umgebungsluft mit Atemluft. Ein Warnsignal meldet rechtzeitig, wenn der Flaschendruck niedrig wird.
  • Atemschutzmaske MSA G1: Die Vollmaske schützt Gesicht, Augen und Atemwege und bietet ein weites Sichtfeld.
  • Druckluftflasche 6,8 Liter, 300 bar: Darin stecken rechnerisch rund 2.000 Liter Atemluft. Wie lange sie reichen, hängt stark von der Anstrengung ab – bei schwerer Arbeit ist der Vorrat deutlich schneller verbraucht als in Ruhe.
  • Gewicht: Gerät, Flasche und Maske zusammen wiegen etwa 11 kg – zusätzlich zur Schutzkleidung.

Sicher im Einsatz

  1. Einsatzbereit prüfenVor jedem Einsatz werden Gerät und Maske geprüft. Mit weniger als 90 Prozent des Fülldrucks geht kein Trupp vor.
  2. AtemschutzüberwachungAußerhalb des Gefahrenbereichs werden Namen, Zeiten und Flaschendrücke festgehalten. Nach einem und nach zwei Dritteln der erwarteten Einsatzzeit wird der Trupp an die Druckkontrolle erinnert.
  3. Rückweg einplanenFür den Rückweg wird mindestens die doppelte Luftmenge des Hinwegs eingeplant. Es zählt immer das Truppmitglied mit dem höchsten Verbrauch.
  4. SicherheitstruppEin weiterer Trupp mit Atemschutz steht bereit, um im Notfall sofort helfen zu können.

Fit bleiben

Atemschutzgeräteträger müssen ihre Eignung und ihr Können regelmäßig nachweisen. Dazu gehören:

  • eine Unterweisung mindestens einmal im Jahr,
  • eine Belastungsübung in einer Atemschutzübungsanlage und eine Einsatzübung im Trupp, ebenfalls jährlich,
  • die regelmäßige ärztliche Nachuntersuchung.

Wer die jährlichen Übungen nicht innerhalb von 12 Monaten absolviert, darf bis zum Nachholen grundsätzlich nicht unter Atemschutz eingesetzt werden.

Der Weg in der Ausbildung

  1. Truppmann Teil 1Grundausbildung, mindestens 70 Stunden
  2. SprechfunkerFunkverkehr im Einsatz
  3. AtemschutzgeräteträgerInnenangriff unter Atemschutz, mindestens 25 Stunden
  4. Truppführereinen Trupp im Einsatz führen

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