Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bias

 

 

 

Angaben über das Bestehen einer Feuerwehr in Bias für den Zeitraum vor 1853 konnten bisher nicht gefunden werden.

 

1853      In einer Gemeinderechnung werden als Ausgabe 1 Taler und

             20 Silbergroschen für den Spritzenmeister Friedrich Natho

             abgerechnet.

1862     Die Gemeinde Bias verfügt über ein Spritzenhaus und ein

        Leiternhaus am Friedhof.

1890    Der Spritzenmeister erhält als Gehalt jährlich 13 Mark und 50 Pfennig.

1900     Der Spritzenmeister erhält auch nach 10 Jahren 13 Mark

            und 50 Pfennig jährlich.

1925     Am 30. März wird in der Lepser Straße, vor dem Friedhof,

        ein Brunnen für die Feuerwehr gebohrt.

1929     Um das Jahr 1929 wird die Freiwillige Feuerwehr Bias vom

            Schmiedemeister Willy Schneider geleitet.

1953     Am 13. April wird die Freiwillige Feuerwehr Bias neu gegrün-

            det. Zuvor war die Biaser Wehr, wie viele Freiwillige Feuer-

            wehren in Sachsen-Anhalt auch, aufgelöst worden.

            Eine erhöhte Anzahl von Bränden im ländlichen Bereich sollte

            von den Großbauern, welche größtenteils Mitglieder der Feuer-

            wehren waren, selbst gelegt worden sein.

            Da sich diese Propaganda aber nicht bestätigte, durften die

            Großbauern auch wieder in die Freiwilligen Feuerwehren.               

1966    Auf Grund eines Kreistagbeschlusses vom 27. April wird Bias                              

            eine selbstständige Gemeinde. Bis dahin gehörte der Ort Bias

            zur Gemeinde Pakendorf.

            Eine selbstständige Wehr mit 23 Mitgliedern wird gegründet.

            Grundlage dafür bildet die Biaser Löschgruppe.

            Das alte Spritzenhaus wird im Rahmen des nationalen Auf-

            bauwerkes umgebaut.

 

1983    Am 12. April werden die Kameraden der Freiwilligen Feuer-

            wehr Bias anlässlich des 30. Jahrestages des Bestehens der

            Wehr mit einer „Kollektivprämie“ von 200.- Mark geehrt.

            Ein besonderer Dank gilt Otto Stutterheim, da er die Wehr

            von Anfang an geleitet hat.

            Die 7 Gründungsmitglieder werden mit der Medaille

            „Für treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr“ in Gold

            ausgezeichnet.

1985     Für die Mitarbeit in der Wehr können 5 Jugendliche und

            5 Frauen gewonnen werden.

1987     Bei dem aus Anlaß des 90-jährigen Bestehens der Jütrichau-

            er Wehr in Jütrichau stattfindenden Wirkungsbereichsaus-

            scheid belegen die Kameraden der Biaser Wehr den 4. Platz.

1989    Am 26. September wird die Biaser Wehr mit dem Titel

            „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ ausgezeichnet.

            Die feierliche Übergabe des neuen Gerätehauses, welches 

            fast ausschließlich in Eigeninitiative entstand, findet am

            6. Oktober, dem Vorabend des 40. Jahrestag der DDR statt.

            20 Kameraden werden befördert.

1994    Im Oktober beginnt nach kurzer „Wendepause“ die Neuorga-

            nisation der Wehr. Neuer Wehrleiter für 23 Kameraden ist

            Alfred Pakendorf. Stellvertreter sind Dietmar Richter und    

            H.-Joachim Huhle. Die Wehr gehört zum Abschnitt Steutz.

            Einsatzfahrzeug ist ein TSA.

1996     Am 24. März wird als Einsatzfahrzeug ein KLF Typ B1000

            übergeben. Somit sind die Kameraden unabhängig von Vor-

            spanndiensten.

            Die Kameraden erhalten in diesem Jahr 8 x Einsatzkleidung.

1998    5 Kameraden beenden die Truppmannausbildung erfolgreich.

1999    Der Abschnittsausscheid findet in Bias statt. Platz 6 für Bias

2000    Bias gehört zum neuen Abschnitt „Zerbster Land“

2001    Ein neuer Zwillingsbrunnen am Kirchende geht in Betrieb.

2002    Neuer Wehrleiter ist H.-J.Huhle, Stellvertreter St. Schmidt

            Alfred Pakendorf scheidet aus Altersgründen aus dem Amt.

            Das KLF B 1000 wird mit einem Funkgerät ausgestattet.

            Beim Jahrhunderthochwasser sind die Biaser 4 Tage mit 9

            Kameraden in Steutz im Dauereinsatz.

 

            Gleichzeitig beginnt der Umzug ins provisorische Gerätehaus

            bei der „Biaser Landtechnik-GmbH“.

            Am 21.09.02 ist Grundsteinlegung für das neue Dorfgemein-

            schaftszentrum und den Umbau des Gerätehauses.

2003    Mit Beginn des Jahres ist die Biaser Wehr „Ortsfeuerwehr“

            in der Gemeindefeuerwehr VG Zerbster Land. 

            Viel gibt es in diesem Jahr zu tun. Bias wird 1000 Jahre und

            die Freiwillige Feuerwehr 50 Jahre alt.

            Das umgebaute Gerätehaus wird kurz vor den Festtagen ein-        

            geräumt und schon bald herrscht wieder Ordnung.

            Im Rahmen der 1000-Jahr-Feier von Bias und dem 50. Jubi-

            läum der Feuerwehr veranstaltet die Biaser Wehr einen Po-

            kallauf „Wider dem tierischem Ernst“. Natürlich gewinnt sie

            diesen. Es folgen die offizielle Schlüsselübergabe für die

            neuen Gebäude und ein phantastischer Festumzug. 

2004    Das letzte Jahr in Verantwortung der VG Zerbster Land. Ein

            verlorenes Jahr! Nichts geschieht und die scheidende Wehr

            bekommt die volle Ablehnung der VG-Führung zu spüren.

            Die Wehr ist seit diesem Jahr im Abschnitt Zerbster Land/

            Loburg.

2005    Bias wird durch die freiwillige Eingemeindung ein Ortsteil von

            Zerbst. Das erste Jahr unter Zerbster Verwaltung. Und die 

            Verantwortlichen sorgen für frischen Wind und so manch neue

            Ausrüstung. Die Sirene wird mit Funk ausgestattet, drei neue 

            Handsprechfunkgeräte werden angeschafft und auch die er-

            sten vier persönlichen Schutzausrüstungen nach HUPF-Norm.

            So können die Biaser Kameraden nicht nur wegen der neuen

            Ausrüstungen zufrieden sein, auch die Zusammenarbeit klappt.

2006    In diesem Jahr wird weiter an der Vervollständigung der per-

            sönlichen Schutzausrüstung gearbeitet. Die Ausrüstung der

            Wehr ist fast komplett.

            Kamerad I. Lochow löst St. Schmidt als Stellvertreter ab.

2007    Durch die Kreisgebietsreform ändern sich auch die Feuer-

            Wehrabschnitte. Der neue Abschnitt heißt Anhalt - Zerbst.

            Ihm gehören die Zerbster Wehren und die Gemeindefeuer-

            Wehr der VG Zerbster Land an.

            Die Kameraden können sich über ein neues Fahrzeug freuen.

           

            Am 13. November bekommen sie einen neu aufgebauten MTW

            und einen ebenfalls neu aufgebauten TSA übergeben. Dieses

            Gespann löst das völlig überforderte und veraltete KLF B1000

            ab. Gegenüber einem neuen und damit auch wesentlich kosten-

            intensiveren TSF oder TSFW sicherlich die optimale Lösung.

2008    Mit Anfang des neuen Jahres beginnt die zweite Amtsperiode

            des Wehrleiters, der zu Beginn des Jahres einstimmig wieder-

            gewählt wurde.  

            Ein für den 13.09.08 angesetzter „Spaßwettkampf“ zum 55. Ju-  

            biläum der Ortswehr Bias im Rahmen des Dorffestes musste      

            wegen der vielen Terminüberschneidungen auf das nächste

            Jahr verschoben werden. 

 

 

 

 

 

            Bisherige Wehrleiter:

 

            1953 – 1985   Otto Stutterheim

 

            1985 – 1990   Rainer Jobs

 

            1991               Gerald Belger

 

            1994 – 2001   Alfred Pakendorf

 

            2002 -            Hans-Joachim Huhle

 

www.zerbster-feuerwehr.de